Schüler des Wolfener Heinrich-Heine-Gymnasiums erhalten modernste Computertechnik.
VON MICHAEL MAUL WOLFEN/MZ – „Hier ist nicht nur Schule, sondern auch Wissenschaft“, sagte Sachsen-Anhalts Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) anlässlich ihres gestrigen Besuches bei den Schülern des Heinrich-Heine- Gymnasiums Bitterfeld-Wolfen. Damit meinte sie die Verknüpfung von schulischem Lernen und der Umsetzung in der Praxis.

Damit das gut funktioniert, konnten die jungen Leute gestern offiziell die von der Firma Siemens Enterprises gesponserte Technik in Besitz nehmen und bereits erzielte Erfolge darstellen. Es sei eine besondere Freude, dass die Ministerin zum einen bei der Übergabe der Technik anwesend sei und zum anderen auch Ehrenmitglied im Schulclub geworden ist, freute sich Jörg Helbig, der dem Schulclub schon seit vielen Jahren vorsteht.
„Die Wirtschaft wartet auf euch.“ - Mathias Kreutzmann Siemens
Wichtig sei dabei, so Mathias Kreutzmann, Unternehmenssprecher von Siemens, dass sich die jungen Leute auf ihr späteres Leben und die Arbeit vorbereiten könnten, und das mit einer Technik, die fast keine Wünsche übrig lasse. Am Beispiel einer Konferenzschaltung per Computer mit dem Luther-Melanchton-Gymnasium Wittenberg zeigte Sebastian Kliem den Gästen, wie man sich die Vernetzung untereinander vorstellen könne. Die Wittenberger entwickelten dazu eine Software, die auf touristische Aspekte abgestimmt ist und arbeiten dabei Ergebnisse des Heine-Gymnasiums mit ein. Das zeige, so die Ministerin, dass man hier die Arbeit sehr ernst nehme und sich mit den aktuellen Problemen befasse. Und solche Typen brauche man, sagte der Vertreter der Magdeburger Softwarefirma Liske und meinte damit engagierte und interessierte jungen Menschen, die mit einem klaren Blick nach vorn die bestehenden Probleme anpacken würden.

Mit der Übergabe der Mitgliedsurkunde für den Schulclub verbanden die Schüler auch gleich eine erste Aufgabe für Birgitta Wolff. Sie solle doch zur Eröffnung der Bildungsmesse, die am 27. und 28. September auf dem Gelände der Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen stattfindet, anwesend sein und die Gäste begrüßen. Nach einem Blick in den Terminkalender konnte die Ministerin den Schülern grünes Licht geben. „Natürlich werde ich kommen“, sagte sie. Mit einem Blick in Richtung Siemens sagte Birgitta Wolff, dass die Wirtschaft eigentlich nie etwas Uneigennütziges tue, aber gerade das sei für die jungen Leute eine Möglichkeit, sich auszuprobieren und die späteren Berufswünsche einzugrenzen. Mit dem Angebot und dem Sponsoring von Computertechnik und dementsprechender Software schaffe die Firma einen Grundstock für das weitere Leben, ist sich Wolff sicher. Auch der Vertreter der Magdeburger Firma Liske konnte dem nur beipflichten. „Die Wirtschaft wartet auf euch“, sagte der Siemens- Vertreter zu den Jugendlichen, die extra für diese kleine Feierstunde ihre Freizeit geopfert hatten.

Jörg Helbig spannte den Bogen dann noch etwas weiter. Während mit der Software und den Computern im Unterricht gearbeitet wird, könnte er sich auch nach der Schule eine Nutzung der Technik vorstellen. „In dieser Zeit können sich die jungen Leute ausprobieren und ihr Wissen erweiter“, sagt Helbig. Ausprobieren könne man sich auch bei der diesjährigen Bildungsmesse, an der insgesamt 17 Schulen teilnehmen. Diese Messe sei aber nicht nur für die Gymnasiasten wichtig, auch die Eltern könnten von solch einer Veranstaltung profitieren, ergänzte die Wirtschaftsministerin.
(Fotos:MZ / Ruttke)










